Extra: Der Wuppertaler Kinderkrimi-Schreibwettbewerb 2019 hat das Thema „Geheimes Treffen um Mitternacht"

Der Preis soll Nachwuchsautoren im Alter von 10 und 16 Jahren fÜr Kurzgeschichten zugesprochen werden.

Rebecca, 11 Jahre, aus Essen erhÄlt den Preis fÜr ihre Geschichte mit einem Gauner-Trio.

An die Gewinnerin des zum ersten Mal verliehenen Preises wird ein Buchexemplar der Wuppertaler Kinderkrimis verschickt
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GEWINNERTEXT: Geheimes Treffen um Mitternacht von Rebecca, 11 Jahre

An einem Tag hatte Markus Bedenken, dass sein Boss ihm kein Geld mehr geben würde, da er seit drei Wochen nichts Kriminelles mehr gemacht hatte. Auf einmal fiel ihm ein, dass sein Freund Max auch ein Profi-Krimineller ist und fragte ihn, was er tun sollte.
„Was soll ich tun? Ich bekomme vom Chef kein Geld mehr, da ich nichts Kriminelles für ihn mache. Aber der Grund ist, wir haben schon alle Häuser in der Nachbarschaft abgeklappert“, sagte Markus.
„Ach Markus, lass bloß den Kopf nicht hängen, ich kann mit ihm reden, ist praktisch, denselben Chef zu haben! Aber ja, du hast recht, wir haben schon alle Häuser beklaut. Das heißt, wir müssen reisen, aber nur eine Stunde!“
„Aber der Chef erlaubt das nicht! Das ist nicht unser Revier, also sinnlos und warum eine Stunde entfernt? Wir können doch die nächsten Straßen nehmen!“, sagte Markus.
„Du Blödkopf, wenn wir eine Stunde fahren, wohnen da richtig reiche Leute. Da wird die Kohle regnen, vertrau mir, wir schaffen das schon! Wir gehen morgen zum Büro vom Chef und sprechen ihn so an, wie wir es eigentlich müssen: mit seinem Tarnnamen Mr. Chekla. Und dann verraten wir ihm einfach, was wir machen werden!“, sagte Max.

Am nächsten Tag packten die beiden ihre Tasche, damit sie auch was zum Umziehen hatten, auf jeden Fall ihre schwarze Kleidung für den Einbruch. Als sie im Büro angekommen waren, ging Tollpatsch Max noch mal zurück nach Hause, um den Schlüssel zur Hütte im Wald zu holen, denn er hatte ihn vergessen. Sie hatten sich eine Hütte im Wald gekauft, wo sie vorübergehend ihr Diebesgut hinpacken konnten. Dieser Tollpatsch!

Im Büro war aber keiner, nur die beiden. Ihnen wurde langweilig. Markus guckte die Nachrichten und bekam einen Schock ...
„MAX, KOMM SCHNELL HER, ES IST DRINGEND!“ Max rannte heran und antwortete aufgeregt.
„Was ist passiert, was ist so dringend?“
„Sieh doch, Mr. Chekla ist geschnappt worden! Wir müssen abhauen, die suchen nach uns ohne Pause!“
„Wir müssen sofort zur Hütte im Wald in der anderen Stadt, da erwartet die Polizei uns nicht!“, sagte Max.
„Ja, ich hole das Auto, damit wir sofort losfahren können.“

Die beiden sprangen ins Auto und fuhren wie betrunkene Junkies! Endlich angekommen, hatten sie direkt eine Diskussion, welches Haus sie als erstes nehmen. Doch dann hörten sie jemanden vor der Hütte herumschleichen ... Es war Mr.Chekla, der aus dem Gefängnis freigekommen war. Die beiden freuten sich sehr, dass ihr Chef wieder dabei war und, dass er frei war.

Max und Markus gingen dann später durch die Straßen und suchten sich ein Haus mit reichen Besitzern aus.
Mr.Chekla kam mit Profi-Einbruchswerkzeug, damit die beiden auch durch die ganze Sicherung kamen.

Am nächsten Tag hatten die beiden alles verkauft und hatten mehrere Millionen Euro gesammelt. Mr. Chekla war wieder in seinem Büro und wartete auf einen Anruf von einem der beiden. Max rief an.
„Wir treffen uns heute um Punkt Mitternacht für den Geld- und Möbelhandel! Ok, ich hoffe, ihr wart erfolgreich, aber behaltet auch genug, ihr habt es verdient!“

Um Mitternacht trafen die drei Kriminellen sich und Mr. Chekla war gespannt und konnte es nicht erwarten.
„WAS?! WIE VIEL IST DAS???!!! Behaltet selber eine Million, ihr habt das so verdient!“, sagte Mr. Chekla.

Das war meine Geschichte.*

*Für den Abdruck der Geschichte bzw. die Veröffentlichung auf dieser Internetseite hat sich die Redaktion erlaubt, den Text zu lektorieren bzw. Rechtschreibfehler zu korrigieren. Zum besseren Leseverständnis hat die Redaktion die wörtliche Rede in Anführungsstriche gesetzt und Zahlen ausgeschrieben.

Wir gratulieren der 11-jährigen Rebecca aus Essen!

Begründung für den Preis:

Es wurde bewusst keine perfekt erzählte Geschichte ausgewählt, sondern ein Text, der viele gute Ansätze beinhaltet, die wichtig für das Erzählen und somit auch für Nachwuchserzähler sind.

Erstens, die Geschichte hat der Jury sehr gut gefallen, weil die 11-jährige Autorin Rebecca mittels der Dialoge die Handlung vorangetrieben und nicht langatmig Landschaft und Orte beschrieben hat. Der Text beinhaltet deshalb auch weniger Adjektive und ist nicht sprachlich überladen und lässt so Platz für die Bilder im Kopf der Leser.

Zweitens, sie hat die Perspektive der Gauner eingenommen und diese in den Mittelpunkt gestellt. „Der Böse" als Hauptfigur ist eher ungewöhnlich, das findet sich nicht so oft bei Nachwuchsautoren, die lieber den guten Helden und dessen Geschichte erzählen.

Zudem hat Rebecca Figuren entworfen, die nicht nur eindimensional böse sind, sondern auch zuweilen unsicher, tollpatschig und ängstlich sind. Das ist für eine Nachwuchsautorin eine wichtige Erkenntnis, dass „runde" Figuren - das heißt, dass diese nicht nur böse oder nicht nur gut sind, also sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften besitzen - wichtig für spannend erzählte Geschichten sind.

Drittens, es geht ihr in der Geschichte nicht um den Raubzug an sich. Sie beschreibt diesen in ihrer Geschichte nicht, sie erwähnt ihn nur. Rebecca interessiert sich eher für die Gefühlslage und das Verhalten der Beteiligten und hat den Blick auf die Figuren und deren Schicksal gerichtet.

 





Buch: zur Story

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Figuren: Tim & co.

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Über: Chris Hartmann

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